Eine professionelle Website für einen Handwerksbetrieb kostet je nach Anbieter und Modell zwischen 0 € (Baukasten-Gratisversion, mit erheblichen Einschränkungen) und 5.000–15.000 € als Einmalinvestition für eine individuell programmierte Seite. Im Abo-Modell, wie es zunehmend auch für Handwerksbetriebe angeboten wird, bewegen sich seriöse Angebote meist zwischen 150 € und 600 € pro Monat – inklusive Hosting, Pflege und laufender Änderungen. Wer deutlich weniger zahlt, bekommt in der Regel eine Baukasten-Vorlage ohne individuelle Anpassung. Wer deutlich mehr zahlt, zahlt oft für Agentur-Overhead, nicht zwangsläufig für mehr Qualität.

Damit diese Zahl für Sie konkret wird, lohnt sich ein Blick auf die drei gängigen Preismodelle, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile und darauf, welche Kosten bei einer Website oft übersehen werden.

Die drei Preismodelle im Überblick

Am Markt haben sich grob drei Modelle etabliert:

  • Baukästen (Wix, Jimdo, Squarespace): 0 € bis ca. 30 €/Monat. Sie bauen selbst, mit vorgefertigten Vorlagen. Zeitaufwand liegt bei Ihnen.
  • Einmalige Beauftragung einer Agentur oder eines Freelancers: 1.500 € bis 15.000 € als Projektpreis, danach häufig zusätzliche Kosten für Hosting, Wartung und jede weitere Änderung.
  • Website im Abo: monatliche Rate, meist zwischen 150 € und 600 €, die Erstellung, Hosting, Sicherheit und laufende Pflege bündelt.

Was ein Einmalprojekt wirklich kostet

Der Angebotspreis einer klassischen Agentur wirkt oft günstiger als ein Jahr Abo-Zahlungen. Der Denkfehler liegt in dem, was danach kommt: Hosting (oft 10–30 €/Monat), SSL-Zertifikat, Backups, Sicherheitsupdates für das CMS, und jede Textänderung wird nach Aufwand berechnet – üblich sind 60–120 € pro Stunde. Ein Betrieb, der zweimal im Jahr Preise, Leistungen oder Team-Fotos aktualisieren lässt, zahlt über drei Jahre gerechnet oft mehr als im Abo-Modell, nur eben verteilt auf unregelmäßige Rechnungen statt eine planbare Monatsrate.

Was ein Abo-Modell wirklich kostet

Bei Buchalik Digital etwa liegen die Modelle bei 199 €, 299 € oder 599 € pro Monat – jeweils inklusive individueller Website, Hosting, SSL, Sicherheitsupdates, Backups und laufender Änderungen im vereinbarten Umfang. Der erste Monat ist um 50 % reduziert. Die Mindestlaufzeit beträgt im Einstiegsmodell 24 Monate, in den höheren Modellen 12 Monate, danach ist monatlich kündbar. Wichtig für die Kalkulation: Es gibt keine versteckten Zusatzkosten für Hosting oder kleinere Änderungen – das ist der Kern des Modells.

Was den Preis tatsächlich beeinflusst

Unabhängig vom Modell bestimmen diese Faktoren, was eine Website kostet:

  1. Individualität: Vorlage vs. individuelles Design von Grund auf.
  2. Funktionsumfang: Reine Informationsseite vs. Terminbuchung, Kalkulationstools oder Kundenportal.
  3. Inhaltserstellung: Liefern Sie Texte und Fotos selbst, oder soll das mit übernommen werden?
  4. Laufende Betreuung: Wer aktualisiert Preise, Leistungen und Referenzen – Sie oder der Anbieter?
  5. SEO-Grundlagen: Technisch sauberer Code und lokale Suchbegriffe sind Grundvoraussetzung für Sichtbarkeit, aber nicht bei jedem Anbieter enthalten.
Faustregel: Je mehr ein Angebot bereits im Grundpreis abdeckt (Hosting, Sicherheit, Änderungen), desto planbarer wird Ihre Website über die Jahre – auch wenn die Monatsrate auf den ersten Blick höher wirkt als ein Baukasten-Abo.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Unabhängig davon, für welches Modell Sie sich entscheiden, helfen diese Fragen bei der Einordnung eines Angebots:

  • Ist Hosting inklusive, oder kommt das separat dazu?
  • Wer kümmert sich um Sicherheitsupdates – Sie oder der Anbieter?
  • Was kostet eine spätere Textänderung – nichts, eine Pauschale oder nach Stundensatz?
  • Wird die Website individuell gebaut oder auf Basis eines Baukastens/Themes?
  • Gibt es eine Mindestlaufzeit, und was passiert danach?

Mehr zum direkten Vergleich beider Grundmodelle lesen Sie im Artikel Website im Abo oder einmalig erstellen lassen? Und wenn Sie noch unsicher sind, ob ein Baukasten für Ihren Betrieb überhaupt ausreicht, lohnt sich ein Blick in Wix, Jimdo & Co.: Wo Baukästen an Grenzen stoßen.

Fazit

Der günstigste Preis ist selten der wirtschaftlichste. Für einen Handwerksbetrieb, der seine Website als Werkzeug für neue Anfragen nutzen will – nicht nur als digitale Visitenkarte –, lohnt sich ein Anbieter, der Hosting, Sicherheit und laufende Pflege von Anfang an mit einpreist. So bleiben die Kosten über Jahre kalkulierbar, und die Website verwahrlost nicht, weil eine Änderung „zu teuer" erscheint.

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